Kunst

Fachleitung

StD J. B. Kuck
Seminarzeit: Dienstag, ungerade Woche, 14.00 Uhr
Seminarort: Studienseminar

Ausbildung im Fachseminar Kunst

Der Kunstunterricht soll dem Kunstschaffen und der Reflexion über die Kunst dienen. Kunstlehrkräfte müssen über die Kompetenz verfügen, Schülerinnen und Schüler zu motivieren, selber Kunst herzustellen und über Kunst nachzudenken. Mit dem Terminus „Kunst“ bezeichne ich analog zu Joseph Beuys das kreative Potenzial eines jeden Menschen. Jede menschliche Tätigkeit ist insofern „Kunst“.
Das Bild als universelles Sprachzeichen soll im Kunstunterricht den Zugang zum Verstehen und Gestalten der Welt eröffnen. Ziel des Kunstunterrichts ist daher die Vermittlung einer Theorie und Praxis umfassenden Bildkompetenz.
Im Fachseminar stehen die Planung, Durchführung und Reflexion des Kunstunterrichts im Zentrum. Guter Kunstunterricht erweist sich in der Praxis vor Ort. Die Beurteilung einer Kunststunde ist im Prinzip mit der Beurteilung eines Kunstwerks vergleichbar. Kunsterzieherinnen und Kunsterzieher sollen angesichts komplexer fachlicher Anforderungen im Verlauf des Referendariats ein individuelles Profil entwickeln und im folgenden Berufsleben weiter ausschärfen. Ganz im Sinne des „erweiterten Kunstbegriffs“ sind alle gefordert, ein didaktisch-methodisches Selbstkonzept der eigenen kunstpädagogischen Arbeit zu erstellen und zu vertreten. Curriculare Vorgaben und Kompetenzkataloge liefern hier lediglich Orientierungshilfen, die es in der pädagogischen Praxis zu konkretisieren gilt.
Beim Prozess dieser Konkretisierung sollen Unterrichtsbesuche individuell und fallbezogen beraten und helfen. Auf die zyklisch wechselnden personalen Gegebenheiten abgestimmt werden in den Fachseminarsitzungen aktuelle und grundlegende kunstpädagogische Themen und Probleme erörtert.
Ziel ist es, eine motivierte Lehrpersönlichkeit auszubilden, die individuell und eigenständig Kunst vermittelt.